Elbebadefest Dessau-Roßlau

8000 Besucher an der Elbe

17. Juli 2007 – Die Ankündigung fürs Elbe-Bade-Fest 2007 musste das lokale Fernsehen noch im Regen drehen. Das sollte kein schlechtes Omen sein: drei Tage später und pünktlich zum Fest heizte die Sonne mit hochsommerlichen Temperaturen den Gästen ein.

Rund 8000 Gäste, so schätzte die Polizei, waren ans Kornhaus nach Dessau gekommen, um den Fluss aus einer Perspektive zu erleben, die für viele immer noch ungewohnt ist. Nicht nur einmal wurde die Frage gestellt, ob auch an Nicht-Elbe-Bade-Tagen das Schwimmen erlaubt ist. Die Frage ist ganz einfach zu beantworten: Ja.

Trotzdem verzichtete Klemens Koschig, Oberbürgermeister von Dessau-Roßlau, auf ein Bad im Strom. In einem Zweier-Kanadier paddelnd führte er den Boots-Corso an, mit dem nach dem Gottesdienst um 13 Uhr das Fest eröffnet wurde.

Verlief der Start des Elbe-Bade-Fests zunächst etwas verhalten, änderte sich das nach ein, zwei Stunden: die Menschen strömten. Der von vielen bevorzugte Aufenthaltsplatz: das Elbufer am Leopoldshafen, wo Bäume kühlenden Schatten spendeten.

Besonders gefragt war der Übersetzservice vom THW, so dass Punkt 15 Uhr schätzungsweise 200 Schwimmer zu Big Jump vom Roßlauer Ufer ins Wasser sprangen.

Um den Andrang zu bewältigen, legte die Wasserwacht vom DRK eine Sonderschicht ein: nicht nur vier, sondern fünf Mal ermöglichte es das sichere Drchschwimmen der Elbe, die nach den Regenfällen der Vortage wieder mehr Wasser führte und damit eine relativ starke Strömung aufwies.

Auch Rollstuhlfahrer nutzten die Chance, am Elbe-Bade-Fest teilzunehmen. Mit erheblichen Aufwand hatten die Organisatoren versucht, das Festgelände halbwegs barrierefrei zu gestalten: schwere Förderbänder dienten dazu, Unebenheiten im Boden auszugleichen. Das THW hatte zudem ein Landungsboot mit Bugklappe im Einsatz, was Rollstuhlfahrern den Zugang erleicherte.

Für Unterhaltung sorgten eine vierköpfige Dixie-Marching-Band, die überall auf dem weitläufigen Festgelände anzutreffen war, und Clown Lulu: sich auf dem Akkordeon begleitend improvisierte er hemmungslos alberne und ironische Texte.

Badende Menschen
Strand auf dem Unterluch mit ein Bild von der historischen Badestelle